· 

Deutschland: Corona-Regeln zu Weihnachten

Auszüge aus einem Beitrag von Travelbook

Was gilt für Reisen an Weihnachten?


Die Corona-Neuinfektionen in Deutschland sind weiterhin hoch, die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie gelten noch im Dezember, allerdings mit Ausnahmen an den Weihnachtstagen.

 

Was Sie bei Reisen im Dezember und an Weihnachten wissen sollten: 

 

Nachdem die bisherigen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie lediglich den exponentiellen Anstieg bei den Neuinfektionen gebrochen haben, wurden die Maßnahmen für den Dezember verlängert – das bedeutet im Hinblick aufs Reisen, dass touristische Übernachtungsangebote in Deutschland weiterhin verboten bleiben und auf Urlaubsreisen verzichtet werden soll.

 

Allerdings gibt es eine Ausnahme für die Weihnachtstage hinsichtlich Familienbesuchen: Wer über die Feiertage zu seiner Familie fahren möchte, darf in einigen Bundesländern trotz Beherbergungsverbot im Hotel übernachten – eine Ausnahme, die teilweise auch für Silvester gilt.

 

Bei Kanzlerin Angela Merkel stieß diese Überlegung allerdings auf Kritik. Es sei nicht kontrollierbar, ob nur Gäste in den Hotels übernachten, die wirklich Verwandte in der Region besuchen.

 

Tatsächlich gibt es zu der Frage, ob und wie die Hotels die Familienzugehörigkeit kontrollieren sollen, bisher keine Informationen. Allerdings gelten Verstöße gegen Corona-Verordnungen generell als Ordnungswidrigkeiten und können mit Geldbußen geahndet werden.

In welchen Bundesländern über Weihnachten Übernachtungen im Hotel erlaubt sind

In Berlin dürfen Verwandte über die Weihnachtstage ins Hotel ziehen, wenn sie Familienangehörige besuchen möchten. Der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) appellierte jedoch dringend, zu Hause zu bleiben und nicht herumzureisen. Wo es jedoch nötig sei, Familienmitglieder zu besuchen, gehe er davon aus, dass dies keine touristische Reisen seien, bei der man durch die Stadt geht, sich Sehenswürdigkeiten anschaut oder einkaufen geht, heißt es auf berlin.de.

 

In Hessen sollen zwischen dem 23. Dezember 2020 und 1. Januar 2021 „Übernachtungen in Hotels aufgrund von Besuchen zu den Feiertagen ermöglicht werden“, heißt es seitens der Landesregierung. Konkrete Regeln sollen ab Mitte Dezember feststehen.

 

In Mecklenburg-Vorpommern darf die Kernfamilie laut Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) zwischen dem 23. Dezember und 1. Januar besucht und dazu drei Nächte im Hotel oder anderen Beherbergungsstätten übernachtet werden. Als Kernfamilie gelten Ehe- und Lebenspartner, Geschwister, Eltern, Kinder, Großeltern, Enkel, Urgroßeltern und -enkel.

 

In Niedersachsen dürfen Verwandte und enge Freunde zu nicht-touristischen Zwecken in Unterkünften übernachten, wenn diese Übernachtungen im direkten Zusammenhang mit Weihnachts- oder Silvesterfeiern stehen.

 

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) erklärte, dass Hotelübernachtungen bei Familienbesuchen über Weihnachten trotz der Corona-Regeln möglich seien und nicht als touristische Reisen verstanden würden.

 

Und auch Schleswig-Holstein lockert das Übernachtungsverbot über Weihnachten. In dem Bundesland darf zwischen dem 23. und 27. Dezember zum Zweck des Familienbesuchs zwei Nächte im Hotel übernachtet werden.

 

Noch nicht so richtig entschieden scheint man in Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Rheinland-Pfalz, dem Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zu sein. In diesen Bundesländern ist die Entscheidung, ob Hotels und und andere Beherbungsbetriebe an den Weihnachtstagen für Familienbesucher öffnen dürfen, noch nicht endgültig getroffen.

Dürfen sich an Weihnachten und Silvester Familien und/oder Freunde treffen?

Die Kontaktregeln wurden für den Dezember verschärft: Private Zusammenkünfte sollen auf jeden Fall auf fünf Personen begrenzt werden. Vom 23. Dezember bis zum 1. Januar sollen „Treffen im engsten Familien- oder Freundeskreis“ bis maximal zehn Personen erlaubt sein. Mit Ausnahme Berlins, wo es weiterhin fünf Personen bleiben. Kinder bis 14 Jahre sind in allen Fällen ausgenommen.

 

Ein generelles Böllerverbot an Silvester soll es nicht geben. Öffentliche Feuerwerke werden aber untersagt, um Massenansammlungen in der Silvesternacht zu vermeiden. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) kündigte zusätzliche Regelungen vieler Kommunen gegen Böllern in belebten Straßen an.

 

Um die Gefahr von Infektionen in Verkehrsmitteln zu verringern, soll die Deutsche Bahn ihr tägliches Platzangebot deutlich ausweiten und ihr Reservierungssystem ändern.

Werden Skiurlaube verboten?

Bei den Schulen einigte man sich auf den 19. Dezember als Ferienbeginn. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) warnte aber davor, dass die Ferien anders als im Sommer nicht wieder zu Phasen erhöhter Ansteckungen werden dürften. Deshalb sollten Urlaubsreisen unterbleiben. Merkel sagte zu, sich in der EU dafür einzusetzen, dass es keine Skiurlaube bis zum 12. Januar in Europa geben solle. Italien und Frankreich hätten die Bundesrepublik darum gebeten, die Ski-Ferien abzusagen, sagte Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU).

 

Die Entscheidung für das 15-seitige Corona-Maßnahmen-Paket fiel vor dem Hintergrund wieder leicht gestiegener neuer Corona-Fälle. Vor Weihnachten wollen Bund und Länder eine weitere Bewertung der Lage vornehmen.

Urlaubsfeeling: Frau mit blonden Haaren und buntem Poncho sitzt auf einer Mauer über dem Meer, schaut in den sonnigen Himmel und bestellt ihren Schutzengel

Kommentar schreiben

Kommentare: 0