Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Niedersachsen wollen Tourismus wieder beleben

Drei Bundesländer legen Stufenplan für Tourismus-Öffnung vor


Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Niedersachsen wollen Tourismus und Gastgewerbe schrittweise wieder hochfahren. Die Wirtschafts- und Tourismusminister der drei Länder haben am Mittwoch einen drei Stufen-Plan zur Aufhebung der coronabedingten Einschränkungen vorgelegt. Nach Angaben eines Sprechers des niedersächsischen Wirtschaftsministeriums sollen die Lockerungen ab Anfang Mai beginnen.

 

«Zu welchem Datum die einzelnen Phasen beginnen, werden die Länder in Abstimmung mit dem Bund in Eigenverantwortung bestimmen», heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung der Minister. Wie die «Hannoversche Allgemeine Zeitung» berichtete, ist die erste Lockerungsstufe mit der Öffnung von Zoos und Freizeitparks für den 7. Mai ins Auge gefasst. In der zweite Phase folgten am 11. Mai Restaurants und mit eingeschränkter Nutzung Ferienwohnungen und Hotels und am 25. Mai dann Übernachtungstourismus ohne Restriktionen.

 

In einer Nachricht an seine Mitglieder schreibt der DEHOGA Bundesverband: «Damit liegt nun erstmals ein politisches Konzept für das Wiederhochfahren der Branche in Deutschland vor. Dass es eine Öffnungsperspektive für Hotellerie und Gastronomie geben muss, wird ausdrücklich anerkannt. Dafür gebührt den zuständigen Ministern unser Dank. Allerdings gibt es in dem Konzept keinen Zeitplan für unsere Betriebe. Hier wird es darauf ankommen, dass die beteiligten Länder ihr Bekenntnis zu baldigen Lockerungen umsetzen. Die sich abzeichnenden, noch wenig konkreten Auflagen und Beschränkungen werden die Betriebe allerdings organisatorisch wie wirtschaftlich belasten.»

Plan mit drei Stufen

Die Länder wollen ihr Konzept in die Wirtschaftsministerkonferenz einbringen. Der Stufenplan sehe die Einhaltung strikter Abstandsregelungen, Hygienevorgaben und Registrierungspflichten vor. Voraussetzung sei auch immer, dass die epidemiologische Lage sich weiter stabilisiere.

 

In der ersten Stufe sollen dem Konzept zufolge neben Zoos und Freizeitparks auch Gartenschauen und Museen wieder öffnen dürfen. Ausflugsschiffe sollen wieder ablegen, der Verleih von Fahrrädern und Booten und der Betrieb von Minigolfanlagen erlaubt werden. Besitzer von Zweitwohnungen und Dauercamper sollen wieder in ihre Domizile fahren dürfen.

 

In der zweiten Phase sollen Restaurants, Cafés, Biergärten und Imbisse «mit deutlich reduzierten Volumen» öffnen dürfen. Ferienwohnungen und Ferienhäuser sowie Campingplätze sollen wieder geöffnet werden. Für Hotels, Pensionen und Jugendherbergen ist die Öffnung mit begrenzen Zahlen von Gästen vorgesehen.

 

In der dritten Phase sollen dann Theater, Konzerthäuser, Kinos öffnen und andere Kulturveranstaltungen wieder stattfinden. Auch Schwimmbäder dürfen dem Konzept zufolge dann wieder öffnen. Urlauber sollen wieder uneingeschränkt in Hotels und Pensionen übernachten dürfen. 

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