Reisen soll wieder möglich sein

"Urlaub muss möglich sein"

Tourismusindustrie will Reisen ermöglichen


Die deutschen Tourismusverbände drängen auf eine schrittweise Aufhebung der Reisebeschränkungen im In- und Ausland. Dort, wo Hygieneregeln beachtet werden, müsse auch Urlaub möglich sein, meinen die Branchenvertreter. Wirtschaftsminister Altmaier mahnt jedoch zur Vorsicht.

Frau im bunten Bikini mit rotem Sonnenhut liegt am Ostseestrand im Urlaub.
Die Tourismus-Vertreter wollen eine schrittweise Lockerung, damit Urlaub wieder möglich wird.

Die führenden deutschen Tourismusverbände haben sich für eine schrittweise Aufhebung der innereuropäischen Corona-Reisebeschränkungen ausgesprochen. "Wo die Hygieneregeln beachtet werden, muss Urlaub auch wieder möglich sein, auch in Europa", schreiben die Vertreter von Tourismus, Reiseveranstaltern, Gastgewerbe und Luftverkehr in einem gemeinsamen Artikel, der in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" veröffentlicht wurde.

 

Zunächst sollten Länder mit erfolgreichen Schutzmaßnahmen in bilateralen Verhandlungen die Reisebeschränkungen gegenseitig aufheben, schlagen die Verbände vor. Eine Öffnung innerhalb der gesamten EU sei dann der nächste Schritt. Wenig hilfreich seien Hinweise, dass die Menschen in diesem Jahr gar nicht mehr Urlaub planen sollten oder allenfalls im Inland verreisen könnten.

 

Angesichts der wieder zunehmenden Ansteckungsrate in Deutschland mahnte Wirtschaftsminister Peter Altmaier aber zur Vorsicht bei den Öffnungen von Restaurants und Hotels: "Das werden wir entscheiden, wenn es verantwortlich ist."

 

Österreich will die Grenzöffnung

Der österreichische Tourismus dringt währenddessen auf eine Öffnung der Grenze, da Deutsche sowohl im Winter als auch im Sommer einen Großteil der Gäste ausmachen. Ab wann Urlaubsreisen zwischen Deutschland und Österreich wieder möglich sind, ist laut der österreichischen Tourismusministerin noch nicht entschieden. "Wir werden nur dort Möglichkeiten der Reisefreiheit und teilweisen Öffnung der Grenzen ermöglichen können, wo Infektionszahlen niedrig sind und sich ähnlich gestalten wie in Österreich", sagte Elisabeth Köstinger. "Das ist in Tschechien und auch in Deutschland der Fall. Aber das wird noch eine Diskussion in der Zukunft sein."

 

Derzeit dürfen Menschen nur unter strengen Auflagen von Deutschland nach Österreich einreisen, etwa wenn sie einen dauerhaften Wohnsitz in der Alpenrepublik haben. Sie müssen sich dann in der Regel für 14 Tage in Quarantäne begeben. Ausnahmen gibt es für Pendler, die nahe der Grenze leben und arbeiten. 

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